Unser Konzept

Leitbild des Kinderladens- Unsere pädagogische Konzeption (Kurzdarstellung)

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Die geschichtliche Entwicklung- der antiautoritäre Kinderladen

Leitbild des Kinderladens- Unsere pädagogische Konzeption (Kurzdarstellung)     

Wir orientieren uns an verschiedenen pädagogischen Konzepten und verfolgen keine starre Konzeption einer bestimmten Richtung. In unserer Arbeit finden sich u. a. Elemente des Situationsansatzes, der offenen Arbeit, der Reggiopädagogik sowie von Montessori und Pikler wieder. Wir sehen das Kind als eigenständige und individuelle Persönlichkeit an, das sich durch Neugier, Wissensdurst, Forscherdrang und Kreativität aktiv mit sich und seiner Umwelt auseinandersetzt. Lernen ist ein aktiver, sozialer, individueller, sinnlicher, lustvoller und kultureller Prozess, in dem sich das Kind ein Bild von sich, den anderen und seiner Welt macht. Wesentliche Bereiche der Weltaneignung vollziehen sich im und durch das Spiel.

Wir Erzieherinnen verstehen uns als Partner und wertschätzende Begleiter der Kinder auf ihrem Weg, die Welt zu begreifen und nicht als Animateure.

Wir haben die verantwortungsvolle Aufgabe dafür zu sorgen, dass die von uns als wichtig angesehenen Werte und Normen umgesetzt werden und ein jedes Kind die für ihn bestmögliche Förderung bekommt, ohne es dabei in seien eigenen Bestrebungen einzuengen. Unser Ziel ist die Vermittlung verschiedener Kompetenzen, um eine Basis zu schaffen, damit das Kind für „das breite Spektrum des Lebens“ gewappnet ist.

In unserem Integrationskinderladen arbeiten wir nach dem „Berliner Bildungsprogramm“

Durch einen von den Kindern weitgehend selbst bestimmten Tagesablauf wird die Entwicklung aller Kinder, ihre Entfaltungsmöglichkeit, Kommunikationsfähigkeit und Selbstständigkeit optimal gefördert sowie das Zusammenleben von Menschen mit und ohne definierter Behinderung unterstützt.

- die Entwicklung von sozialen Kompetenzen, als Grundlage sich in der Gemeinschaft zurechtzufinden und handeln zu können,

- die (autonome) Bewegungsentwicklung, wobei das körperliche Bewegen dem Kind auch eine geistige Bewegung ermöglicht,

- die Sprachförderung (verbal und durch Mimik und Gestik unterstützt) und

- die Kreativität, wobei wir diese nicht auf das künstlerische Gestalten ergebnisorientiert reduzieren, sondern darunter ebenso die Umsetzung von Ideen und Fantasie verstehen.

Die geschichtliche Entwicklung- der antiautoritäre Kinderladen     

Von Klaus D. Franken

Die antiautoritären Kinderläden waren Teil der 68er Studentenbewegung. Diese Bewegung hat dafür gesorgt, dass Werte in Frage gestellt worden sind, die den Faschismus mit möglich gemacht haben: Werte wie Zucht, Gehorsam und Unterordnung, um nur einige zu nennen, haben auch nach 1945 sowohl die familiäre als auch die institutionelle Erziehung in Kindergärten und Schulen maßgeblich bestimmt.

Gegen diese Form der autoritären Erziehung hat die 68er Bewegung sich gewandt; insofern war sie tatsächlich anti-autoritär. Sie hat entscheidend mit zu einer veränderten Sicht auf Kindheit und Erziehung beigetragen.
Sie hat pädagogisches Denken und Handeln demokratischer gemacht – dies ist im übrigen auch ein wesentliches Anliegen des Berliner Bildungsprogramms, das gar nicht denkbar ist ohne die Veränderungen, die die Kinderläden mit auf den Weg gebracht haben.
Hier hat unser 1971 gegründeter Kinderladen seine Wurzeln. Wesentliches aus dieser Anfangsphase ist für uns auch heute noch wichtig:
Kindern Raum zu geben für eigene Erfahrungen und Entdeckungen, selbst zu bestimmen. Dabei sind für uns aber auch klare und für alle verbindliche Grenzen selbstverständlich.